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November 2012

 

Mit „The Man with the Iron Fists“ erfüllt sich Rapper RZA (Wu-Tang Clan) einen lange gehegten Kindheitstraum: Er spielt die Hauptrolle in einem spektakulären Kung-Fu-Spektakel, das die legendären Shaw Brothers nicht besser hätten inszenieren können.

RZA verkörpert im Film nicht nur die titelgebende Hauptrolle, er fungiert gleichzeitig auch als Regisseur, Komponist und Koautor. Das Drehbuch ist gemeinsam mit Eli Roth entstanden, dem Macher von Horror-Schocker „Hostel“ und „Cabin Fever“. Auf sein Regie-Debüt hat der 43-jährige lange hingearbeitet. Bereits bei seinem Cameo-Auftritt in „Ghost Dog – Der Weg des Samurai“ hatte er Gelegenheit, Jim Jarmusch, einem der ganz großen Regisseure unserer Zeit, über die Schulter zu schauen, später lieferte er den Soundtrack zum Anime „Afro Samurai“. Auf sein Regie-Debüt hat er sich gemeinsam mit Freund und Mentor Quentin Tarantino vorbereitet, der es sich nicht hat nehmen lassen, „The Man with the Iron Fist“ zu präsentieren. Herausgekommen ist dabei eine wilde Mischung aus traditionellem Martial-Arts-Film, Hochglanz-Trash und modernem Grindhouse-Kino, die stets von den coolen Hip-Hop-Klängen Marke RZA untermalt ist.

Angesiedelt im feudalen China des 19. Jahrhunderts, schildert der Film den Kampf diverser Parteien um das sagenhafte Gold des Kaisers. Dieses soll zu einem sicheren Ort transportiert werden und der berüchtigte Lion-Clan ist mit der Aufgabe betraut, die reibungslose Überführung zu gewährleisten. Doch Gold Lion, das weise und treue Oberhaupt des Clans, fällt einem hinterlistigen Putsch zum Opfer, so dass fortan seine Söhne Silver Lion und Bronze Lion nicht nur die Führung des Clans, sondern auch das Gold an sich reißen. Und die sind alles andere als friedfertig und planen als erstes einen Angriff auf den verhassten Wolf Clan. Weil beide Parteien ihre Waffen beim Schmied (RZA) des Dorfes Jungle Village fertigen lassen, gerät dieser bald ins Schussfeld und wird schließlich dafür bestraft, dass er dem dritten Sohn des getöteten Gold Lion, Zen Yi, genannt X-Blade, Unterschlupf gewährt hat. Der wiederum ist ausgezogen, um den Tod seines Vaters zu rächen und wurde dabei von einem mysteriösen Kämpfer (Wrestler Batista), der seinen Körper zu Bronze werden lassen kann, schwer verwundet. Da Zen Yi herausgefunden hat, dass Silver Lion hinter der Ermordung des gemeinsamen Vaters steckt, steht nun auch er auf der Abschussliste des neuen Lion-Anführers. Als Zen Yi dem Schmied die Unterarme abhacken lässt, damit dieser nie wieder in der Lage ist, Waffen zu fertigen, kommt ihm ein mysteriöser Fremder namens Jack Knife (Russel Crowe) zu Hilfe, der ihm das Leben rettet. Gemeinsam gelingt es den beiden, dem Amputierten eiserne Unterarme zu schmieden, die härter als jedes Metall sind. Wieder genesen, begeben sich der Schmied, Jack Knife und X-Blade nun auf einen Rachefeldzug, bei dem sie es nicht nur mit den Lions, sondern auch mit den teuflischen Freudenmädchen der Madame Blossom (Lucy Liu) zu tun bekommen. Im Edelpuff von Jungle Village kommt es schließlich zum alles entscheidenden Showdown zwischen den rivalisierenden Parteien…

Bereits die Handlung des Films dürfte deutlich machen, dass es sich hier nicht um ein dialoglastiges Beziehungsdrama, sondern um einen rasanten Action-Film handelt, der stets neue Kämpfer einführt, die mit allerlei skurrilen Optiken und waghalsigen Kampftechniken zu überraschen verstehen. Neben dem eindrucksvollen Bronze-Kämpfer und dem Mann mit den eisernen Fäusten gehören beispielsweise auch die Gemini-Zwillinge, die mit Klingen, die sich in einander haken lassen, alle Aktionen gemeinsam ausführen oder X-Blade, dessen Kampf-Anzug aus allen nur erdenklichen Öffnungen Klingen feuert, zu den illustren Kämpfern. Natürlich sollte man „The Man with the Iron Fists“ nicht zu Ernst nehmen. Der Film versteht sich als liebevolle, moderne Hommage an die Filme der Shaw Brothers, bietet Kampf-Choreographien in Videoclip-Ästhetik und liefert mit seinem stimmungsvollen Soundtrack einen einzigartigen Culture-Clash zwischen traditionellen chinesischen Martial Arts-Fights und zeitgenössischer Hip-Hop-Kultur.

„The Man with the Iron Fists“ ist eine furiose Mischung aus „Kung Fu Hustle“ und „Big Trouble in Little China“ und dürfte somit ein heißer Anwärter auf den Party-Film des Jahres sein!

 

Passend zum Wochenstart hier einige durchgeknallte Werbeclips aus Japan. Schade, dass sich die Werbefilmer hierzulande nicht ebenfalls ein paar Drogen einwerfen, bevor sie an die Arbeit gehen. 😉

 

Der deutsche Auto-Konzern Mercedes hat sich in Japan mit dem renommierten Animestudio Production I.G zusammengetan, um die im Januar in Japan erscheinende A-Klasse zu bewerben. Herausgekommen ist dabei ein schicker, stylischer Anime-Kurzfilm, der den neuen Wagen eindrucksvoll in Szene setzt.

 

 

„Hitman: Absolution“ ist der inzwischen fünfte Teil der von IO Interactive entwickelten Stealth/Shooter-Reihe. Bereits die Vorgänger, und hier besonders Teil IV, „Hitman: Blood Money“, fungierten nach Veröffentlichung jeweils als Referenztitel des Genres. Umso gespannter durfte man sein, ob „Hitman: Absolution“ in der Lage sein würde, dem Ganzen noch einen drauf zu setzten. Entwickler IO Interactive hatte sich viel vorgenommen: Man versprach vor allem ein überarbeitetes und intuitiveres Gameplay und eine komplexe Handlung, die in aufwändigen Cut-Scenes dargeboten werden und den Szenen bekannter Hollywood-Blockbuster in nichts nachstehen sollte. Tatsächlich haben die Entwickler Wort gehalten, das Spiel vermag in allen Belangen zu überzeugen und liefert darüber hinaus sogar noch einige Überraschungen.

Doch zunächst zur Handlung: „Hitman: Absolution“ erzählt die Geschichte von Agent 47, einem kaltblütigen, genetisch manipulierten Killer, der seinen bisher gefährlichsten Auftrag erhält. Verraten von jenen, denen er vertraut hat und von der Polizei gejagt, findet sich der „Original Assassin“ mitten im Zentrum einer dunklen Verschwörung wieder. Auf der Suche nach der Wahrheit begibt sich der Hitman auf seine ganz persönliche Jagd durch eine korrupte und verdorbene Welt…

Gleich zu Beginn des Spiels erhält der Gamer eine Kostprobe der neuen und  herausragenden Glacier 2-Technologie, die dem Spiel zugrunde liegt. Diese verbindet filmreife Inszenierung, erstklassige Grafik und Musik zu einem beispiellosen Spielerlebnis, was durch die einleitenden Cut-Scenes des Spiels eindrucksvoll demonstriert wird. Als der Spieler schließlich in die Rolle des Hitman schlüpft, muss er in einzelnen Missionen seine Geschicklichkeit beweisen und kann dabei durch seinen Aktionen selbst bestimmen, ob sein Agent 47 Raubtier, Rambo oder eiskalter Killer sein soll. Zudem kann er entscheiden, ob er seine Opfer zunächst täuschen oder direkt bekämpfen möchte, ob er also unauffällig und getarnt oder aggressiv und auffällig vorgehen möchte. Die jeweiligen Entscheidungen des Protagonisten wirken sich nachfolgend und unmittelbar auf den Spielverlauf aus. Beeindruckend sind dabei die extrem detailgetreuen, realistischen Schauplätze und die lebensecht agierenden Charaktere, die größtenteils via Motion-Capturing-Verfahren geschaffen wurden. In Kombination mit dem leistungsstarken KI-System, ist jede Begegnung, jeder Dialog und jedes Ereignis in „Hitman: Absolution“ einzigartig. Bei der Bewältigung seiner Missionen kann Agent 47 nahezu die Identität jedes anderen Charakters im Spiel annehmen. Zu diesem Zweck macht er kurzerhand sein jeweiliges Opfer bewegungsunfähig, stiehlt im sein Outfit und nutzt es fortan, um seine Gegner hinters Licht zu führen. Neu ist der „Instinkt-Modus“, mit Hilfe dessen man durch die Augen des „Original Assassin“ blicken kann und Gegner, Ziele und Gegenstände erfassen und gegnerische Bewegungen voraussehen kann. Hinzu kommt ein verheerender Zielschuss, mit dem sich gleich mehrere Gegner auf einmal erledigen lassen.

Unterm Strich vermittelt „Hitman: Absolution“ ein fantastisches, interaktives Spielerlebnis, das durchaus mit einem Hollywood-Thriller zu vergleichen ist, aber den Vorteil bietet, dass man alle Entscheidungen selbst treffen kann. Ohne Zweifel die neue Referenz im Stealth/Shooter-Genre!

Genre: Stealth/Shooter

System: PC, PS3, Xbox 360

Entwickler: IO Interactive

Publisher: Square Enix

Spieler: 1

USK: 18/Uncut

Videogame-Publisher Konami hatte an einer Hausfront des Tokioter Stadtteils Akihabara eine gewaltige Büste des Jehuty-Mechas aus dem Game „Zone of the Enders“ platziert. Die Figur wies auf den inzwischen erfolgten Release der „Zone of the Enders“ HD-Collection hin. Mittlerweile ist die Büste wieder verschwunden und hat im Tokyo Leisure Land in Palette Town eine neue Heimat gefunden. Nachfolgend ein offizielles Video von Konami, das die Entstehung, sowie den Auf- und Abbau der Büste dokumentiert. Seit heute ist die HD-Collection auch in Deutschland erhältlich!

Nachfolgend der Trailer zum neuen „Berserk“-Movie „Golden Age Arc III“, der im ersten Quartal 2013 in Japan erscheinen wird. Ob seiner sexuellen und gewalttätigen Darstellungen erhielt der Film in Japan das Rating 18+, was bei Animes eher selten vergeben wird. Beim Film handelt es sich um den dritten und letzten Teil der „Berserk“-Manga-Adaption des Produktionsstudios 4°C. Wann und ob die Trilogie in Deutschland erscheinen wird, ist noch nicht bekannt.

Nachfolgend einige aktuelle Werbespots aus Japan, zusammengefasst in einer kurzweiligen Trailer-Show, bei der auch ausländische Prominente wie Tommy Lee Jones nicht fehlen dürfen. Viel Spaß beim Schauen!

TOTO ist der größte japanische Toiletten-Hersteller, und wer japanische Toiletten kennt, der weiß, dass diese nicht nur für’n Arsch sind, sondern allerlei tolle Sachen können, sie sind beispielsweise Waschanlage und Heizung für den Allerwertesten zugleich. TOTO beschäftigt ein ganzes Entwicklungsteam mit der Weiterentwicklung seiner Produkte und manchmal treibt dies seltsame Blüten. Nachdem man bereits ein Motorrad mit eingebauter Toilette (kein Witz!) entwickelt hat, gibt es nun eine Toilette die einen Fußball-Torwart ersetzen könnte. Dank High-Speed-Kamera und ausgeklügelter Technik hält dieses Klo jeden Ball! Ein weiteres Beispiel japanischen Erfindergeistes!

Am 29. November startet der von Quentin Tarantino präsentierte und von Rapper RZA (Wu-Tang Clan) inszenierte Kung Fu-Film „The Man with the Iron Fists“ in den deutschen Kinos. Im Action-Spektakel sind unter anderem Russell Crowe, Lucy Liu, Wrestler Batista, die Mixed Martial-Arts-Legende Cung Le, Rick Yune und RZA selbst zu sehen. Hier der Trailer, einen Bericht sowie ein Interview mit Hauptdarsteller Rick Yune findet Ihr in TOXIC SUSHI 3!

„The World in 2 Minutes“ ist eine Clip-Reihe, die auf dem „Woki Toki“-Youtube-Kanal zu finden ist. Die Betreiber des Channels sitzen in Chile und daher ist es recht interessant zu sehen, wie die Welt aus chilenischer Sicht wahrgenommen wird. Die Betreiber haben sich bereits mehrere Länder vorgeknöpft und diese in 2 Minuten dargestellt. Wir sind gespannt, wann Deutschland an die Reihe kommt…

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