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Januar 2016

 

In Japan sorgt derzeit ein Werbespot für ein neues „Pokémon“-Spiel für Furore, das auf den Namen „Great Detective Pikachu – The Birth of a New Duo“ hört und dem Slogan „Catch ‚em all“ eine völlig neue Bedeutung verleiht. Im Spiel geht es nämlich nicht darum, möglichst viele Pokémon zu sammeln, sondern darum, möglichst viele Verbrecher dingfest zu machen. Pikachu agiert dabei in bester Sherlock-Holmes-Manier und macht dabei vor allem eines, was er sonst nicht macht: er spricht! Und als wäre dies nicht schon gewöhnungsbedürftig genug, hat man ihm zudem noch eine sehr sonore Stimme verliehen. Das Spiel erscheint am 3. Februar im japanischen Nintendo eShop.

Bis Juni müssen sich „One Piece“-Fans noch gedulden, dann erscheint das neue „One Piece“-Game „Burning Blood“ für PlayStation 4, Xbox One und PS Vita. Neben der regulären Version wird das Game für die Next-Gen-Konsolen auch in der „Marineford“-Collectors-Edition angeboten, die zusätzlich zwei Figuren sowie ein offizielles Artbook zum Spiel enthält. „One Piece: Burning Blood“ kann ab sofort bei Amazon vorbestellt werden.

 

 

Am 1. April – und dies ist kein Scherz – veröffentlich Koei Tecmo in Deutschland das neue Spiel des „Project Zero“-Schöpers Keisuke Kikuchi. Dabei handelt es sich um ein wunderschönes Dark-Fantasy-RPG, das die Geschichte zweier Freundinnen erzählt, die im Spiel auf eine H arte Probe gestellt werden. Das Spiel erscheint in Deutschland exklusiv für die PlayStation 4.

 

Anfang Februar kommt die Heavy-Metal-Comdey „Too Young To Die“ in Japan in die Kinos, die so etwas wie die japanische Antwort auf den gerade in Deutschland veröffentlichten neuseeländischen Film „Deathgasm“ ist. Im Film geht es um den Teenager Daisuke, der nach einem Busunglück in der Hölle landet. Da Daisuke aber noch immer Jungfrau ist, nimmt sich der rote Oger-Dämon Killer K seiner an und gibt ihm eine letzte Chance, seine Jungfräulichkeit zu verlieren…

 

Im April kommt der neue Film des großen alten Mannes des Hongkonger Action-Kinos in die chinesischen Lichtspielhäuser. Das Werk nennt sich „The Bodyguard“ und präsentiert Sammo Hung sowohl als Regisseur, als auch als Darsteller. Im Film mimt er einmal mehr einen knallharten Kämpfer, der sich ob seines Alters gerade aus dem Berufsleben verabschiedet hat. Als jedoch ein kleines Mädchen samt ihres Vaters verschwindet, sieht er sich noch einmal gefordert. „The Bodyguard“ liefert zudem Cameos von Andy Lau, Tsui Hark und vielen anderen.

 

Es gibt wohl kaum ein anderes Land, das in puncto Werbung mehr Ideenreichtum beweist als Japan. Jüngstes Beispiels hierfür ist der vorliegende TV-Spot des Kondom-Herstellers Okamoto.

 

Vom Manga „Assassination Classroom“ sind in Deutschland mittlerweile acht Bände im Hause Carlsen erschienen, die sich großer Beliebtheit erfreuen. In Japan wurde bereits im letzten Jahr ein Live-Action-Movie zum Thema produziert, der vor allem den außerirdischen Lehrer hervorragend in Szene setzt. Bleibt zu hoffen, dass der Film bald einen deutschen Anbieter findet, der ihn hierzulande veröffentlicht. Hier der Trailer zum Film.

 

Ab heute ist der dritte und finale Movie der viel gepriesenen „Madoka Magica“-Reihe auf DVD und Blu-ray erhältlich, den wir an dieser Stelle näher vorstellen möchten.

Die 12-teilige TV-Serie „Madoka Magica“ gilt im Magical-Girl-Genre als Referenz. Nach zwei Movies, die die Handlung der Serie noch einmal kompakt zusammengefasst haben, präsentiert „Rebellion“ ein albtraumhaftes, psychedelisches Feuerwerk an atemberaubenden Animationen.

Verkehrte Welt. Während die 12-teilige TV-Serie auf interessante und herausragende, aber erzählerisch und visuell konventionelle Art und Weise ihre Geschichte darbietet, sind beim vorliegenden Film alle Konventionen außer Kraft gesetzt, fast scheint es, als wäre die Reset-Taste gedrückt worden und außer den bereits aus der Serie bekannten Charakteren nichts mehr übrig. Insofern ist es nicht unbedingt nötig, mit dem 12-Teiler vertraut zu sein, obgleich es gewisse Vorteile bietet.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die 14-jährige Madoka, die, genau wie ihre Freundinnen Mami, Kyoko und Sayaka, ein Magical Girls ist, das ihren Status durch einer Art faust’schen Pakt erworben hat. Als eine neue Schülerin in die Klasse der Freundinnen kommt, erscheint den Mädchen die Situation nur allzu bekannt, denn bei der Neuen handelt es sich um Homura, und eben diese Szene gab es bereits zu Beginn der TV-Serie. Doch diesmal ist alles anders, denn die Handlung trägt sich in einer Art Parallel-Universum zu, das nur auf den ersten Blick wie unsere Welt erscheint. Tatsächlich ist es eine Welt ähnlich der, wie wir sie aus dem Film „Matrix“ kennen, eine, die allerlei Überraschungen bereithält und in der die Mädchen entgegen ihrer Gewohnheit gegen Hexen, sondern gegen sich manifestierende Albträume antreten, die die bunte Bonbonwelt der Girls schwarz färben wollen. Scheinen die Freundinnen dies noch als Teil ihrer Realität zu betrachten, so wird spätesten beim Versuch, die Stadt zu verlassen klar, dass hier etwas nicht stimmt, denn nur wenige Minuten außerhalb der Stadt hört eben diese auf zu existieren und verwandelt sich in abstrakte Strukturen. Nun liegt es an Madoka und ihrer Beschützerin Homura, das Geheimnis der seltsamen Scheinwelt zu ergründen. Zudem wird die Beziehung der beiden Mädchen zueinander thematisiert, die weit mehr als nur eine oberflächliche Freundschaft zu sein scheint…

„Madoka Magica: Rebellion“ ist vor allem optisch ein selten erlebter Trip, der sich als Mischung aus den experimentellen Visionen eines Ralph Bakshi, typischen Monty-Python-Collagen und den albtraumhaften Welten eines Tim Burton darbietet. Die im typischen Magical-Girl-Stil gezeichneten Charaktere stehen somit im deutlichen Kontrast zu ihrer Umgebung. Inhaltlich trifft dieses visuelle Feuerwerk auf eine nahezu philosophische Aufarbeitung der Beziehung zwischen Madoka und Homura. „Madoka Magica: Rebellion“ ist ein Anime wie kein anderer, ein Werk, das zwischen Bonbon-Kitsch, Arthaus und Drama angesiedelt ist und sowohl Fan-Girls, als auch ein erwachsenes Publikum begeistern dürfte. Parallel zum Movie ist die 12-teilige TV-Serie erstmal im Blu-ray-Format erschienen. MM

  • Produktionsjahr: Japan 2013
  • Genre: Mystery, Magical Girl
  • Gattung: Movie
  • Filmlänge: 116 Minuten
  • Studio: SHAFT Inc.
  • Format: DVD / Blu-ray
  • Extras: 44-seites Booklet, Trailer
  • Anbieter: Universum
  • FSK: 12
  • Manga: Carlsen (3 Bände, abgeschlossen)

 

 

Japan blickt auf eine einzigartige Love-Hotel-Kultur zurück, deren Erfolg auf die kleinen und hellhörigen Apartment-Wohnungen der japanischen Durchschnittsbevölkerung zurückzuführen ist. Da ungestörte und vor allem unbemerkte Schäferstündchen dort kaum möglich sind, ziehen sich Liebespärchen nur zu gerne in die gemütlichen Love Hotels zurück. Die meisten der Einrichtungen sind hochmodern und mit dem neusesten Komfort ausgestattet, doch es gibt auch noch einige altehrwürdige Etablissemets, die seit ihrer Eröffnung nicht verändert wurden. So zum Beispiel das in Osaka gelegene Hotel Fuki, in dem seit seiner eröffnung im Jahre 1964 die Zeit stehen geblieben ist.

 

Toxic Sushi wünscht allen Lesern, Fans und Followern ein frohes und verrücktes neues Jahr! Passend dazu präsentieren wir Euch den neuen Clip des japanischen Comedian Hamada Bamyu Bamyu, der sich hier als „kleine Schwester“ der großen Kyary Pamyu Pamyu präsentiert.

 

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