Basilisk

 

Wer hinter „Basilisk“ ein dröges Historien-Spektakel vermutet, der irrt. Viel mehr liefert der Anime eine japanische „Romeo und Julia“-Variante mit Mutanten-Ninjas, die den X-Men in nichts nachstehen.

Wir schreiben das Jahr 1614. Der alternde Shogun Ieyasu beobachtet mit großer Sorge, dass sich um seine Nachfolge ein Streit zwischen seinen beiden ältesten Söhnen anbahnt. Beide Parteien haben bereits einflussreiche Politiker hinter sich versammelt und eine Entscheidung für den einen oder den anderen könnte den Untergang des ganzen Shogun-Reiches bedeuten. Doch der alte Shogun ist listig und denkt sich gemeinsam mit seinem Berater einen perfiden Plan aus, der das Problem lösen könnte, ohne dass er selbst Partei für einen seiner Söhne ergreifen müsste. Nach diesem sollen zwei verfeindete und vor langer Zeit in die Wälder verbannte Ninja-Clans ein Duell auf Leben und Tod bestreiten, bei dem jeder Clan einen der Söhne des Shoguns repräsentiert. Dem siegreichen Clan winken Rum und Ehre, dem unterlegenen ewige Verdammnis. Um das Blutbad in Grenzen zu halten, schreibt jeder Clan die Namen seiner zehn besten Krieger auf jeweils eine Schriftrolle. Diese Zwanzig sollen nun das Duell unter sich austragen, wer stirbt, wird von der Liste gestrichen und der Clan, der am Ende noch in der Lage ist, eine der Schriftrollen zum Shogun zu bringen, ist der Gewinner. Doch bei den Kriegern handelt sich um keine gewöhnlichen Ninjas, die mit Schwertern und Wurfsternen kämpfen. Jeder der 20 Krieger verfügt über übernatürliche Fähigkeiten, die letztendlich auch der Grund dafür waren, dass die beiden Clans in die Wälder verbannt wurden. Als das Duell beginnt und sich in bester Ninja-Tradition in dunklen Wäldern, kleinen Dörfern und düsteren Burgen zuträgt, wird nach und nach enthüllt, welche Technik es im Detail ist, die jeden der 20 Krieger zur tödlichen Kampfmaschine macht. Und während nahezu alle Angehörigen der beiden Clans voller Inbrunst und Siegessicherheit ihr Ziel verfolgen, so gibt es doch in jeder der Gruppen einen Menschen, der dem Geschehen mit Angst und Schrecken entgegensieht. Die hübsche Oboro und der geheimnisvolle Gennosuke, beide Angehörige des jeweils anderen Clans, sind seit geraumer Zeit ein Pärchen, hatten sich gerade verlobt und gehofft, dass die Rivalität der Clans durch eine Heirat endgültig in Vergessenheit geraten könnte. Doch nun müssen die beiden Liebenden auf Druck ihrer Stämme selbst als ausgewählte Krieger gegeneinander in den Kampf ziehen…

„Basilisk“ bietet eine gelungene Mischung aus spektakulären Ninja-Fights, schrägen Mutanten-Charakteren wie Spinnenmenschen, Blutsaugern, Gummiwesen und Schleimmutanten und einer tragischen Liebesgeschichte nach klassischem Vorbild. Eine Mixtur, die man gesehen haben muss! MM

Produktionsjahr: Japan 2005, Genre: Action/Horror/Fantasy, Studio: Gonzo, Episoden: 24 (a 24 Minuten), Anbieter: Nipponart, FSK: 16, Manga: Heyne 

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