Golgo 13

 

Agenten, Geheimdienste und Auftragskiller – „Golgo 13“ ist ein Action-Klassiker in bester „James Bond“-Tradition!

Die Entstehungsgeschichte von „Golgo 13“ ist bis in die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts zurückzuverfolgen. In dieser Zeit nämlich adaptierte Manga-Autor Takao Saitō die „James Bond“-Romane von Ian Flemming für den japanischen Markt. Die spannenden Geschichten um Agenten, Auftragskiller und Geheimorganisationen prägten den damals jungen Mangaka derart, dass er circa zehn Jahre später eine eigene Geschichte kreierte, die über alle Elemente einer klassischen „James Bond“-Story verfügt, statt einem britischen Geheimagenten allerdings einen japanischen Hitman in den Mittelpunkt des Geschehens rückt.

Duke Tōgō alias Golgo 13 ist ein eiskalter Profi-Killer, der seine Dienste den unterschiedlichsten Auftraggebern zur Verfügung stellt, so lange nur das Geld stimmt. Der wortkarge Killer, der bevorzugt mit einem Scharfschützengewehr tötet, ist ob seiner Präzision und Kaltblütigkeit allerorts gefürchtet. Sein aktueller Auftrag sieht die Ermordung des Sohnes des Öl-Magnaten Leonard Dawson vor, aus welchen Gründen auch immer. Golgo erledigt den Job gewohnt routiniert, zieht dadurch jedoch den Zorn des besagten Industriellen auf sich und muss feststellen, wie mächtige die amerikanische Öl-Lobby ist. Fortan machen nicht nur Auftragskiller von Dawson Jagd auf den japanischen Hitman, sondern auch die amerikanischen Geheimdienste, die vom Öl-Tycoon unter Druck gesetzt werden. Damit nicht genug, erwirkt Dawson sogar, dass zwei gefährliche Kriminelle aus dem Hochsicherheitstrakt eines Spezialgefängnissen entlassen werden, um sich an der Jagd zu beteiligen. Nun muss Golgo 13 all sein Können aufbringen, um sich den immer neuen Attacken seiner Verfolger zu erwehren. Behilflich sind ihm dabei einige enge Vertraute, Waffen-Spezialisten, Informanten und Söldner, die dadurch jedoch ihrerseits ihr Leben aufs Spiel setzen. Offen bleibt zudem die Frage, warum sich der Zorn des Öl-Barons lediglich gegen Golgo 13 richtet und nicht gegen den Auftraggeber des Mordes…

Mit der Bezeichnung „Klassiker“ sollte man immer vorsichtig umgehen, „Golgo 13“ verdient dieses Prädikat aber in jedem Falle. Der 90-minütige Movie bietet Spannung pur, liefert fantastische Charaktere und ist zudem der erste Anime, in dem Computeranimationen zum Einsatz kamen – und das wohlgemerkt im Jahre 1983. Optisch macht „Golgo 13“ auch heute noch eine gute Figur und auch politisch gesehen ist der Movie interessant, denn Autor Takao Saitō hat bereits damals erkannt, wer die eigentlichen Herrscher in den USA sind: Die Ölkonzerne. Darüber hinaus behandelt der Film auf recht zynische Art und Weise das Leistungssystem unserer modernen Gesellschaft, der finale Twist des Films wirkt wie ein Schlag in die Magengrube. Ein Film, der in jede Sammlung gehört! CC

Produktionsjahr: Japan 1983, Genre: Action/Thriller, Studio: Tokyo Movie Shinsha, Länge: 91 Minuten (Movie), Anbieter: Nipponart, FSK: 16, Manga: Nicht in Deutschland erschienen

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