Was hierzulande noch sehr futuristisch oder gar absurd erscheint, ist in Japan bereits Realität: Virtuelle Popstars. Die erste und bekannteste Vertreterin dieser Gattung ist Miku Hatsune, die ursprünglich als Gesangsstimme für einen Synthesizer entwickelt wurde. Später erhielt sie einen Körper, wurde Maskottchen, Werbe-Ikone, Manga- und Game-Charakter und schließlich Pop-Star. Und als solcher verkaufte sie im März die immerhin gut 3000 Zuschauer fassende Tokyo Dome City Hall aus. Miku wurde zu diesem Zweck auf eine transparente Leinwand projiziert, die die Illusion lieferte, dass die Sängerin tatsächlich auf der Bühne stehen würde. Ein imposantes Ereignis, dass die anwesenden Zuschauer vielleicht die nervige Piepsstimme vergessen ließ…

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